58.000 Einwohner hat Lopburi. Plus eine Horde von ueber dreihundert Makaken, die seit Jahren Teile der Stadt besiedeln. Dort wollen wir hin, wieder mit dem Zug, dritte Klasse, dreizehn Baht.
Schon am Bahnhof riecht es streng, ganz in der Naehe leben die Affen. Doch erstmal sind wir die Affen. Weil wir fuer dreihundert Meter mit dem TukTuk achtzig bath blechen.
Dafuer schenkt uns die Stadt sehr viel. Allein die Affen rund um den Tempel erfreuen uns. Hinein duerfen sie nicht, wir schon. Die Fenster und Tueren sind mit Eisenstaeben verschlossen, wie ein Kaefig. Komplett wird die ganze Szenerie, als uns der Ticketabreisser am Eingang vergisst und selbigen schliesst. Wir eingesperrt im Kaefig, draussen laufen die Affen frei herum.
Wir koennen uns dann doch befreien und beobachten, wie ganze Tierfamilien die dicht befahrene Strasse ueberqueren und so den ganzen Verkehr aufhalten. Affe hat immer Vorrang.
Spaeter machen wir einen Fehler. Ploetzlich sind die Affen am Gehsteig sehr zudringlich. Doch nicht auf uns haben sie es abgesehen, sondern auf unseren Oishi (gruener Eistee). Meine Flasche lasse ich mir schliesslich entreissen. Und im Nu hat das Tier die Flasche offen und will trinken. Leider leer. Aber tolle Technik: Mit Haenden und Fuessen wird die Flasche fixiert, mit dem Mund sofort der Schraubverschluss geoeffnet. Da sagt noch Einer Affen sind dumm. Spaetestens als wir sehen, wie ein Affe eine Stromleitung abisoliert, wissen wir doch dass sie nicht ganz so intelligent sind. Vermutlich.