Laos ist das Land der Fruehaufsteher. Auch unser Wecker laeutet um 6:45, weil uns um 07:30 ein Moto zum Pier bringt.
Um Acht starten wir mit dem Bott in Richtung Sueden. Unser Ziel Heisst Champasak. Das Wetter heute ist eher schlecht: bedeckter Himmel, Wind. Fuer uns bedeutet das eine etwas unruhige Fahrt am Mekong. Vom Regen bleiben wir gluecklicherweise verschont, was nicht bedeuten soll, dass wir trocken bleiben. Wenige Wellen sind einfach zu hoch, Mekong-wasser spritz ueber die Schiffskante herein ins Boot. Das bedeutet Arbeit fuer mich; ich schoepfe mit einem geteilten Plastikkanister das Wasser wieder raus in Richtung Mekong.

Fischerboot am Mekong
Nach etwa zweistuendiger Fahrt denken wir schon planmaessig unser Ziel zu erreichen. Doch der Kaptiaen weiss es besser. Er haelt nur um die Haelfte der Ladung, also fuenf Traveller, in ein zweites Boot umzuladen, da wir bei diesem Wellengang seiner Meinung zu gefaehrlich unterwegs sind und zu tief laegen. Und der Kapitaen hat immer Recht.
Nach Ueberwindung der haarigen, engen Stellen, geht die Reise mit nur einem Boot weiter. Umsteigen natuerlich am Fluss, klaro.
Mit hundertprozentiger Verspaetung kommen wir zwei Stunden zu spaet in Champasak an. In der “Stadt” wollen wir erst Geld wechseln und danach das Wat Phou besichtigen. Wir waehlen das Rad als Transportmitteln, bei diesen milden Temperaturen wohl heute das beste Fortbewegungsmittel.
Champasak fasziniert uns auf den ersten Blick: Eine etwa fuenf Kilometer lange “Hauptschotterstrasse”, an der sich einfachste Haeuser reihen, bildet die ehemalige Koenigsstadt.

Champasaks Hauptstrasse

Der Buddha, direkt daneben
Hauptstrasse muss hier genauer erklaert werden: Eineinhalbspurige Strasse, die zum Grossteil von Fussgaengern, Radfahrern, Motorraedern, einigen wenigen Autos, Kuehen, Hennen und Hunden benuetzt wird. Und es gibt einen Kreisverkehr im Ortskern. Hier fuehrt die einzige Seitenstrasse (aus roter Erde, kein Schotter mehr) der Stadt zurueck zur Bank(-garage).
Dort wollen wir Geld wechseln, leider wir aber die Bank gerade geschlossen, wir sollen in 2 Stunden wieder kommen (Die angeschlagenen “Working Hours” sagen natuerlich nichts von der Mittagspause).
Wir radeln ohne Kip in der Tasche in Richtung Wat Phou, das 10 km entfernt liegt. Wat Phou ist eine Ruine im Prae-Angkor Stil, die am Fuss eines Berges liegt.



Impressionen vom Wat Phou Champasak
Am obersten Punkt der Ruine bewundern wir neben der Ruine selbst und den Buddhastatuen auch noch den fantastischen Ausblich ins Landesinnere.
Ins Selbe brechen wir auch auf, 10km zurueck zur Bank. Wir brauchen Kip. Mehrere hunderttausend mindestens.
Ich betrete die Bank mit meinem Lieblingssatz: “I hob an hunger und an Durscht und keinen Blaera, ich bin der boese Kassenentleerer.”.
Als frischgebackene Millionaere verlassen wir die Bank. Wie Bonny und Clide.
Sechs Fische liegen auf unseren Tellern, gleich daneben der Mekong. Morgen gehts auf die Inseln.